Proklamation

§1

Als Prinz Heiko XX ist es mir in dieser Kampagne nun endlich möglich, das närrische Treiben vom Thron hier oben sitzend an zu schauen. Jahrelang war mir ein Sitzplatz verwehrt und ich musste mir die Füße platt stehen, denn ich musste aus der hintersten Ecke des Saales bei schummrigem Licht, alle Highlights oder Katastrophen auf Video festhalten. Damit auch unsere tolle Kampagne noch in hundert Jahren bestaunt werden kann, bekommt unser Nachbar und SFG-Senator Helmut diese Aufgabe nun übertragen. Für schöne Mitschnitte ist es zwingend erforderlich, die Kamera ruhig und zitterfrei zu halten. Um das zu gewährleisten ist sicherzustellen, dass er immer mit kühlen Getränken und stärkenden Speisen versorgt ist, zumindest solange er die Kamera bedient. Es hat sich gezeigt, dass meistens schon mit dem ersten Jacky die Zitterattacken bei ihm stark reduziert werden konnten.

„Hat der Helmut Cam und Hut, geht’s ihm scheinbar richtig gut“

 

§2

Damit unser wertvoller Tierbestand während der Kampagne keinen Schaden nimmt, soll unsere Nachbarin und gute Seele Manu, als vollqualifizierte Tierarztfachangestellte, regelmäßig den Allgemeinzustand unserer pelzigen und schuppigen Mitbewohner kontrollieren und bei Bedarf mit Nahrung versorgen, wenn wir, aus welchen Gründen auch immer, dazu nicht in der Lage sind. Ebenso darf unser Nachbar Edwin die Spaziergänge mit unserem bisschen Hund Momo soweit ausdehnen, bis er und sie müde und wir wieder fit und ausgeschlafen sind.

„Tier und Schnaps und Bier ist machbar, hast du Manu und Edwin als Nachbar“ 

 

§3

Um die weitere Bewohner des Kehligs vor Untätigkeit zu bewahren, sollen auch sie mit hoheitlichen Aufgaben betreut werden. Somit sind Conny und Andreas dazu angehalten, den Prinzenweg von Eis und Schnee frei zu halten, unabhängig von gerader oder ungerader Jahreszahl. Das soll unsere Sicherheit auf dem Weg ins Prinzendomizil auf Schritt und Tritt gewährleisten, auch wenn der torkelnde Gang nicht unbedingt witterungsbedingt sein sollte.

„Die Conny das Salz, der Preußen den Schieber, so ist uns der Winter lieber“

 

§4

Beim Frühstücken ruht unser Blick immer auf den heiligen Hallen des Holzbau Zentgraf’s. Es wäre wohl angemessen, hiermit den Auftrag zu erteilen, dass ein würdiger Hinweis zu fertigen sei, der von Weitem sichtbar auf die Residenz des Prinzenpaares verweist. Unser baldiger neuer Nachbar Nico darf ihm dabei gerne zur Hand gehen.

„Rainer und Nico sind schon ganz wild, sie bauen uns ein schönes Schild“

 

 §5

Um zu vermeiden, dass wir bei Auswärtseinmärschen die fern abgelegene Bushaltestelle nicht rechtzeitig erreichen, wird während dieser Kampagne eine weitere Haltestelle angelegt werden. Da die Buslinie der SFG direkt an der prinzlichen Residenz vorbeiführt, steht ab jetzt noch zusätzlich die Haltestelle „Im Kehlig 3“ zur Verfügung.

„Ob Hilders, Gersfeld, Ulsterwelle, —der Bus hält an der gleichen Stelle“

 

 §6

Als unser Haus- und Hofbraumeister kümmert sich unser Adjutant Niklas darum, dass die Mannschaft stets mit frischem, kühlem Hopfenblütentee versorgt ist. Bei Auswärtseinmärschen wird im Bus ein Gerstensaft oberster Güte verköstigt, welchen er selbst mit Hingabe und Einsatz geschaffen hat. Er wird ein eigenes SFG-Bräu kre-ieren, welches beim Abschlussball der SFG kredenzt wird. Die Mannschaft wird ihn beim Brauen mit aller Kraft unterstützen.

„Mit einem Brauer im Haus, geht der Gerstensaft dir niemals aus“ 

 

§7

Unsere Ministerin, Tochter und Ex-Prinzenmariechen Ayleen, die mit Paragraphen nur so um sich wirft, wird dafür sorgen, dass sich die Trinkgelage hier im Scheppenbachhaus in Grenzen halten.

Wobei diese eben erwähnten Grenzen sich an der Stimmung im Saal orientieren und dementsprechend flexibel zu händeln sind.

„Musik, Tanz und Stimmung sind – der Prinzenmannschaft liebstes Kind“

 

§8

Unsere Ministerin, Tochter und Ex-Gardetänzerin Verena hat als angehende Hotelfachangestellte dafür Sorge zu tragen, dass die Versorgung der Prinzenmannschaft auf der Bühne sicher gestellt ist. Da sie aber meist am Wochenende früh morgens ihrer hauptamtlichen Arbeit nachgehen muss, wird sie mit der Aufgabe betraut, nach Sonnenaufgang den Heimattransfer des Prinzenpaares zu organisieren.

„Meine Nummer habt ihr ja, ruft an oder bleibt halt da.“

 

§9

Der erster Vorsitzender der SFG, der Björn, hat uns sehr schlagfertig und wortgewandt davon überzeugt, dass wir als Prinzenpaar nun heute hier oben stehen.  Deswegen und aus diesem Grunde wird jetzt und hier öffentlich publiziert, dass er sich angeboten hat, beim 25.Hochzeitsjubiläum des Prinzenpaares im kommenden Jahr am Holzkohlegrill seine Dienste zu verrichten.

„Björn bei Steak und Wurst am Grill, das ist es, was die Mannschaft will“

 

§10

Stundenlanges Schunkeln, Tanzen und hoch die Hände wird an der Prinzenmannschaft nicht spurlos vorüber gehen. Damit unsere alten Knochen zum nächsten Einsatz wieder geschmeidig sind, soll unsere Ex-Erweiterte Nachbarin Yara hiermit als Hof-Physio-Therapeutin bestimmt werden. Sie kann uns sowohl mit Kräutertrunks zur inneren Anwendung versorgen, als auch mit ihren Tapes zum Dauergrinsen bringen, um unsere Einsatzbereitschaft sicherzustellen.

„Die Yara müht sich wie sonst keins, damit wir stehen wie ne Eins!“

 

 §11

Für den Prinzennachbarn Helmut und für den Prinzenmariechenvater Karlie ist es jetzt natürlich eine Pflicht, die Scheppenbachtaler Narren mit einem Stück auf den Fremdensitzungen zu begeistern. Eine Fortsetzung der Magischen Show wäre mal wieder angebracht. Den Ehrlich Brothers soll eine entsprechende Einladung zugestellt werden, damit diese einige Anregung für ihre nächste Bühnenshow übernehmen können

„Helmut und Karlie sind die Renner, bei jeder Show die Dauerbrenner „

 

Scheppenbachhaus Eckwesibach, den 11.11.2017

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